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Die ersten Fotos wurden angeliefert:
Ein Hauch von Paris an der Oos:
Wie das „La Casserole“ die echte Brasserie-Kultur nach Baden-Baden bringt

Wer durch Baden-Baden flaniert, sucht oft den großen, mondänen Auftritt. Doch die wahre kulinarische Entdeckung dieser Tage liegt abseits der touristischen Standard-Gastronomie. Im La Casserole wird ein Stück lebendige Kulturgeschichte serviert. Es ist das einzige Lokal der Stadt, das sich konsequent und kompromisslos auf die französisch-elsässische Tradition beruft. weiterlesen
Die Pavlova als kulinarischer Pas de Deux

Es gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben des philosophischen Seins, die eigenen, tief verwurzelten Voreingenommenheiten zu hinterfragen. Als bekennende Zuckergegnerin und Verfechterin einer asketischen Geschmackskultur war meine Haltung gegenüber der klassischen Baiser-Meringue von purer Herablassung geprägt. In meiner sensorischen Vorstellung existierten für dieses Metier nur Attribute wie klebrig, zementartig, klumpig und staubig – ein visuelles Versprechen, das mir schon im Vorfeld psychosomatische Zahnschmerzen verursachte. Weiterlesen
GIA.MOO
Ein Name, der sich nicht sofort einprägt. GIA.MOO.

Und wer in Steinbach einfache Gastronomie erwartet, wird überrascht sein. Ich fahre hin, um Volkan Ugurlu kennenzulernen. Dann öffne ich die Tür – und denke: Ich bin in New York. Schwarz statt Eiche rustikal. Licht. Klare Linien. Fein gedeckte Tische. Eine Bar, die nicht einfach an der Wand steht, sondern den Raum beherrscht. Hier möchte man sitzen. Etwas bestellen. Geschüttelt oder gerührt. Im Zentrum: ein uralter Bonsai. Japanisch, orientalisch, mitten im modernen Raum. Ein Baum als Kontrapunkt zur Architektur. Volkan Ugurlu spricht über sein Restaurant und über seine Gäste. Weiterlesen
Gastrosophische Erkundungen
Die sensorische Agonie in der Provinz: Eine Exkursion in die kulinarische Kreidezeit
Es war die Suche nach sommerlicher Kontemplation bei drückenden 36 Grad, die uns tief in die Peripherie des Umlands führte. Der Plan war von bürgerlicher Eleganz geprägt: Ein sommerlicher Landausflug im Strohhut, die Verheißung kontemplativer Ruhe. Doch die Realität holte uns auf der überfüllten Terrasse eines ländlichen Etablissements ein, das sich jeglicher Vorab-Reservierung entzog. Man fraktionierte sich an den Tischen. Wir landeten an der Seite einer distinguierten Dame, die sich in geradezu heroischer Monotonie durch ein doppelseitiges Cordon Bleu laborierte, während das Gespräch mit ihr eine unerwartet fruchtige, fast schon missionarisch-christliche Dynamik annahm.

Die Biederkeit des Stillstands.
Ein Blick auf die Speisekarte offenbarte kein alternativ-romantisches Refugium, wie die mangelnde Pflege der Umgebung hätte vermuten lassen, sondern die schiere Biederkeit des ländlichen Stillstands. Hier sind die Preise – und bedauerlicherweise auch die Konzepte – im Epochenjahr 1974 eingefroren. Weiterlesen

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